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Donnerstag, 19. November 2015

Thomas Filor aus Magdeburg: Berlin wird immer teurer


Wie die Preise in der Hauptstadt derzeit explodieren


Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg macht auf aktuelle Zahlen des Gutachterausschusses aufmerksam, laut denen die Immobilienpreise in Berlin explodieren. „Wer sich also derzeit für eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück in der Hauptstadt interessiert, muss tief in die Tasche greifen“, so Thomas Filor. So spricht der Gutachterausschuss von „Rekordpreisen“, welche die generelle Wohnungsnot nur noch verschärfen. Demnach verkauften Grundeigentümer in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Immobilien im Wert von rund 6,3 Milliarden Euro – dies entspricht einem 43 Prozent höheren Erlös als im Vorjahreszeitraum. Der Staatssekretär für Bauen und Wohnen Engelbert Lüdke Daldrup meint dazu: „Die Preissteigerungen auf dem Grundstücksmarkt machen deutlich, dass dringend mehr Bauland geschaffen werden muss.“ An dieser Stelle seien vor allem der Senat und die Bezirke gefragt.

Unterdessen wird auch das Angebot an Baugrundstücken in Berlin immer knapper.  Dies bestätigt auch der Gutachterausschuss: Demnach war die Zahl der verkauften Grundstücke im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar minimal rückläufig. Nichtsdestotrotz stieg die umgesetzte Geldsumme um 38 Prozent – Bauland wird also für die meisten Menschen immer unerschwinglicher. „Die Problematik besteht daran, dass vor allem der Berliner Immobilienmarkt unter Druck steht der enormen Nachfrage gerecht zu werden“, bestätigt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg. Sehr beliebt seien Eigentumswohnungen: So verkauften Grundeigentümer nach Angaben des Gutachterausschusses mehr als 10.500 Wohnungen im ersten Halbjahr 2015 – 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Parallel dazu wuchs die umgesetzte Summe bei diesen Abwicklungen um fast 60 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Zahl der verkauften Ein-und Zweifamilienhäuser nahm um ein Drittel zu – 1426 Häuser wurden für 540 Millionen Euro verkauft, was 37 Prozent mehr entspricht, als im Vorjahr. „Da Berlin in der Vergangenheit als erschwinglicher Immobilienmarkt bekannt war, ist eine langfristige Prognose zur Preisentwicklung nur schwer zu treffen“, sagt Thomas Filor abschließend.

2 Kommentare:

  1. Irgendwie immer das Gleiche. Sobald etwas angelaufen ist und teurer wird, laufen dem alle hinterher. Ob Berlin noch als Investitionsstandort interessant ist, mag ich nicht zu beurteilen. Aber den Effekt der Preissteigerungen und der dadurch ausgelösten höheren Nachfrage haben wir in vielen Städten in Deutschland erlebt.

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    1. Hey Sarah L. in Berlin gibt es aber einen Unterschied dazu: hier waren viele Mieten preisgebunden und daher künstlich niedrig. Durch die Aufhebung wurden die Mieten nach und nach auf normales Niveau gebracht. Das ist eine andere Situation. Hinzu kam der Großstadtbonus, der langsam zog. Und schließlich kann Berlin aktuell darauf verweisen, dass es deutliche wirtschaftliche Steigerungen erfährt. Alles also Gründe, weshalb eine Investition durchaus interessant sein kann.

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